Moldawien
Hilfe für Menschen mit Behinderungen im ärmsten Land Europas
In Moldawien können Menschen mit Behinderung und deren Angehörige nicht mit staatlicher Hilfe rechnen. Ausser sehr kleinen Renten bekommen sie von keiner offiziellen Stelle Geld oder andere Unterstützung. Sie leben oft in unvorstellbarer Armut. Physiotherapie kennen sie nicht. Auch andere therapeutische Massnahmen werden nicht angeboten. Medizinische Hilfe ist dürftig. Kranke und behinderte Menschen werden als wertlos erachtet und auch so behandelt. Viele Menschen mit Behinderung leben ausschliesslich in ihren düsteren Wohnungen. Für gehbehinderte Menschen ist die Mobilität ausserhalb der Wohnung ein grosses Problem, da die meisten Naturstrassen voller Löcher sind.
Menschen mit Behinderungen haben in Moldawien auch kaum Zugang zu Bildung und können daher nur vereinzelt lesen und schreiben. Wenn sie kein Geld für die Heizung haben, wird ihnen die Elektrizität oder das Gas abgeschaltet. Die sanitären Einrichtungen sind fast immer – wenn überhaupt vorhanden – in erbärmlichem Zustand. Eine Mitarbeiterin von OM vor Ort sagt: „Diese Leute haben meistens alle Hoffnung auf ein einigermassen anständiges Leben verloren. Einzig der Glaube an Jesus Christus trägt.“
Im Frühling 2025 konnte ein kleines Team von Glaube und Behinderung die Menschen vor Ort besuchen. Lesen Sie unten den ausführlichen Bericht.
Unsere Hilfe
Seit 2015 sammeln wir in der Schweiz Spenden, um Menschen mit Behinderung in Moldawien zu helfen und ihnen etwas Hoffnung zu geben. Wir arbeiten in diesem Projekt zusammen mit OM (Operation Mobilization) mit einem Koordinator in der Schweiz und den Mitarbeitenden bei OM Moldawien, welche den Einsatz der Mittel überwachen.
Unsere Unterstützung erfolgt in zwei Arbeitszweigen:
Feriencamps
Jedes Jahr werden zwischen Frühling und Herbst ein bis zwei Feriencamps für je 100 – 200 Menschen mit Behinderung durchgeführt. Die Menschen werden in ihren Häusern abgeholt und können in einer von Christen geführten Ferienanlage in der Umgebung der Hauptstadt Chisinau eine erholsame Woche in Gemeinschaft, mit Essen, Pflege und geistlichen Inputs verbringen. Bruder Dima mit seinem Helferteam von der Baptistenkirche in Cahul leitet diese Feriencamps seit vielen Jahren. Er führt daneben wöchentlich ein Bibeltreffen in Cahul durch und unterstützt die Menschen in der Umgebung auch unter dem Jahr.
Alltagshilfe
Neben den Feriencamps wollen wir ab 2026 eine Alltagshilfe für Menschen mit Behinderungen aufgebauen. Auf unserer Reise lernten wir im Frühling Alexander kennen – einen engagierten Freiwilligen der Kirche in Vadul lui Voda, nahe der Hauptstadt Chisinau. Trotz langer Arbeitstage besucht er bereits heute in seiner Freizeit Menschen in Not und unterstützt sie in ihren täglichen Herausforderungen. Sein Herz schlägt für die Schwächsten, und er wünscht sich, noch mehr Betroffene begleiten zu können.
Wir möchten Alexander freisetzen, damit er sich vollzeitlich als Sozialarbeiter um deutlich mehr Menschen mit Behinderungen kümmern kann. Zu seinen Aufgaben werden gehören:
- regelmässige Hausbesuche
- Unterstützung im Alltag und einfache Pflegeleistungen
- Fahrten zu Ärzten oder ins Spital
- kleine Ausflüge sowie soziale Begegnungen organisieren
Kosten
Um beide Arbeitszweige finanzieren zu können, benötigen wir pro Jahr rund 20’000 CHF.
Das Projekt untersützen
Möchten Sie unser Engagement für Menschen mit Behinderungen in Moldawien unterstützen? Unter den folgenden Links finden Sie einen Einzahlungsschein für eine einmalige oder regelmässige Spenden sowie die Möglichkeit für eine Spende per TWINT (inkl. Angabe der Personalien für eine Spendenbestätigung). Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
